Der Plan, um mein ewig volles Gehirn sozusagen unterwegs zu entlasten, scheitert bislang daran, dass mein Hirn zu voll ist, um die Handlungskapazität für das Anlegen der Glasmüllhalde freizusetzen.
Note to myself: Großes Einmachglass besorgen. Block mit Abreißblättern oder Post-its besorgen.
Diese Blitzgedanken, die wie ein Steinchen in der Sandale aufhalten und pieksen, werden aufgeschrieben, in das Glas geworfen und irgendwann feierlich vernichtet.
Dann müsste es ein weiteres Glas „Regrets“ geben. Wie ich vor 21,5698231 Jahren unfreundlich zu Mariesabinegeraldoderwemauchimmer war und dies heute, jetzt in meinem Hirn aufpoppt, während ich versuche, einzuschlafen, das versteht auch kein Mensch. Aufschreiben, weg damit. Verbrennen.
Ein weiteres Glas „man müsste endlich mal“. Regelmäßig Gitarre spielen, jetzt, abends auf der Dachterrasse, wo es so lecker nach Sommer und Wald und Wiese duftet. Das Buch zu Ende lesen, das seit Monaten angefangen auf dem Nachttisch liegt. Die täglichen fünfzehn Minuten Training, um beim nächsten Mal im Sportpark mit der Kurzen mithalten zu können. Das andere Training nicht so oft sausen lassen. Regelmäßiger Schach spielen, mehr üben.